Fortbildung Theaterpädagogik 2010/11
Jeder Mensch kann Theater spielen...
Theater zeigt: Menschen, verändert von Menschen. (Keith Johnstone)
Die Theaterpädagogik stellt den Menschen in den Mittelpunkt: das Spiel mit dem Körper, mit Emotionen, mit Rollen, mit sich und der Gruppe.
Theater spielen heißt lernen fürs Leben.
Einfühlungsvermögen und Ausdruck, Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit und Selbstreflexion sind Kompetenzen, die im theaterpädagogischen Training und im Spiel auf der Bühne „ganz nebenbei“ gefördert und stabilisiert werden.
Jeder Mensch kann Theater spielen.
Aber nicht jeder Mensch kann ohne weiteres eine Theatergruppe anleiten und gutes, für Zuschauer interessantes Theater machen.
Ganz gleich, mit welchen Zielgruppen und an welchen Orten Sie theatral arbeiten möchten, mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Senioren, mit behinderten und nicht behinderten SpielerInnen, in Kindergarten, Schule, Jugendzentrum, Wohnstift, Krankenhaus, Knast – wir vermitteln Ihnen eine solide theaterpädagogische Basis.
Grundsätze der Fortbildung Theaterpädagogik
Alle Elemente des theatralen Spiels werden am eigenen Leib und im Austausch mit anderen erfahren, gespürt, erprobt, denn ein erfolgreicher Einsatz von Theaterarbeit setzt die eigene Erfahrung voraus.
Alle Erfahrungen, die auf dem Wege der spielerischen Erforschung unseres Mediums gemacht werden, werden didaktisch reflektiert.
Alle während der Fortbildung genutzten Methoden werden offen gelegt und auf ihre Anwendbarkeit in den verschiedenen Praxisfeldern überprüft.
Inhalte
In 260 Unterrichtsstunden werden grundlegende theatrale Techniken vermittelt; die TeilnehmerInnen sollen Gelegenheit haben, sich in Praxis und Theorie das notwendige künstlerische und (theater)pädagogische Rüstzeug anzueignen.
- Spieltraining und Gruppenfindung
- funktionelle Körperarbeit und Bewegung
- Atem, Haltung, Stimme
- Improvisation und Schauspieltraining
- Dramaturgie und Regie
- Modelle der Theaterpädagogik
- Didaktik und Methodik theatraler Prozesse
TeilnehmerInnen
Die theaterpädagogischen Fortbildungen richten sich in erster Linie an Menschen, die mit Menschen arbeiten und Lust auf neue Wege haben: LehrerInnen, ErzieherInnen, Sozial- und FreizeitpädagogInnen, HeilerzieherInnen, AltenpflegerInnen ...
DozentInnen
Unsere DozentInnen verfügen über langjährige Erfahrung sowohl in der Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen als auch in der Fortbildung von MultiplikatorInnen. Sie sind nicht nur kompetente PraktikerInnen, sondern verfügen auch über theoretisches und pädagogisches Know-How.
Zeit und Ort
Die Fortbildung umfasst 260 Unterrichtsstunden, verteilt auf 14 Wochenenden (Freitag/Samstag) und eine Blockwoche.
Regelzeit an den Wochenenden:
- Freitag von 17 bis 21:30 Uhr
- Samstag von 9 bis 18 Uhr
Alle Wochenendtermine finden im Professorenhaus des TPZ Lingen statt.
Die Blockwoche findet im Gästehaus Alter Brunsel in Rhauderfehn-Burlage statt.
Tipp: Für die Blockwoche kann Bildungsurlaub und Unterrichtsbefreiung beantragt werden.
Abschluss
Die Teilnehmer fertigen eine Hausarbeit über ein eigenes oder fremdes theaterpädagogisches Projekt an.
Zum Abschluss der Fortbildung erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat, in dem alle Fortbildungsinhalte detailliert benannt werden.
LehrerInnen im niedersächsischen Schuldienst erwerben durch die Teilnahme an der Fortbildung und an einer Zusatzveranstaltung die Unterrichtsberechtigung „Darstellendes Spiel“ (NiLS).
Kosten
- 1665 Euro (zahlbar in monatlichen Raten à 111 Euro)
In der Blockwoche entstehen für Verpflegung und Unterbringung zusätzliche Kosten.
Tipp: Studierende und Auszubildende erhalten 10% Ermäßigung.
Leiter/in
Universitätsplatz 5-6
49808 Lingen
Alter Brunsel 8
Rhauderfehn-Neuburlage





















